Der Arbeitsplatz wird jeden Nachmittag kurz „flugbereit“ gemacht: Krümel weg, nur das benötigte Heft, ein Stift, eine Uhr. Eine Mini-Checkkarte erinnert an drei Schritte: Platz frei, Material da, Ziel markieren. Dieses Vorfeld-Ritual verkürzt Anlaufschwierigkeiten spürbar. Ein Junge nannte es seine Startbahn und zeigte begeistert, wie sein Heft zuerst aufklappt. Mit der Zeit brauchte er weniger Ermahnungen, weil der Tisch selbst das Signal für Fokus gab.
Nicht strafen, sondern strukturieren: Benachrichtigungen aus, ein Gerät zur Zeit, Apps im Fokusmodus, Bildschirm frei von Icons, die locken. Vor dem Start wird festgelegt, wofür das Tablet dient, danach landet es sichtbar in einer Lade-Station. Ein Kind erzählte, wie die vereinbarte „Ein-Gerät-Regel“ Streit verringerte. Weil Klarheit herrschte, konnte es Matheaufgaben erledigen und später richtig genießen, ein kurzes Video zu schauen, ohne schlechtes Gewissen.
Farbcodierte Körbe für Fächer erleichtern das nacheinander Arbeiten: nur ein Korb auf dem Tisch. Fertiges wandert in eine „Geschafft“-Box, die abends geleert wird. Sichtbare Erfolge motivieren und entlasten Gedächtnis. Eine Mutter berichtete, dass ihr Kind das Leeren der Box feierte wie einen kleinen Sieg. Außerdem waren plötzlich Hausaufgaben schneller zu finden, weil jedes Material einen Heimathafen hatte und niemals mit dem nächsten Fach konkurrierte.